
Die „InsuranceCom“, ein Management-Kongress für Versicherungen mit angeschlossener Fachmesse, brachte am 25. Januar 2007 in Zürich im „Centre for Global Dialogue“ der SwissRe mehr als 200 Entscheidungsträger der deutschsprachigen Versicherungswirtschaft zusammen. Namhafte nationale und internationale Vorstände und Management-Vertreter bezeichneten dabei die „Industrialisierung“ als zentrale Führungsaufgabe, um auf die zunehmende Wettbewerbsintensität und auf die sich verändernden administrativen Rahmenbedingen für die Assekuranz reagieren zu können.
Der internationale Wettbewerbsdruck zwingt die Versicherungswirtschaft, sich stärker als bisher mit der eigenen Wertschöpfung auseinanderzusetzen, um Lösungen für die Kostensenkung zu finden. Gefordert ist die strategische Neuausrichtung und Neupositionierung der Versicherungsunternehmen. Dazu sollen vor allem optimierte Prozesse und Standardisierungen beitragen.
Als zentrale Ansatzpunkte für eine gestaltende Industrialisierung in der Versicherungswirtschaft wurden die Einführung von durchgängigen, schlanken Geschäftsprozessen und eine service-orientierte IT-Architektur (SOA) benannt. Beides soll nicht nur geringere Kosten und höhere Servicequalität bewirken, sondern auch eine verbesserte Risikosteuerung gestatten. Zu den Lösungsansätzen zählen der Einsatz einer Standardsoftware und die Auslagerung von Teilen der Wertschöpfungskette.
Im Plenum stellte Klaus Allerdissen, Mitglied des Vorstands der ERGO International AG, die internationale IT-Plattformstrategie des Konzerns vor. Ziel war die Schaffung einer gemeinsamen Plattform mit einheitlichen Standards, um Kostenvorteile und Synergien nutzen sowie lokale IT-Risiken reduzieren zu können. Dieses sei mit Hilfe der Standard-Software ALICE gelungen, dem praxiserprobten Bestandsführungssystem hinsichtlich Kosten, Qualität und Leistung.
Johann Mayer, Abteilungsleiter Lebensversicherung der VICTORIA-VOLKSBANKEN Wien, beschrieb in seinem Vortrag „Standarisierung – Wozu?“ den Weg des österreichischen Kompositversicherers zur Standardsoftware ALICE. Vertreten in sieben Ländern mit unterschiedlichen Hard- und Softwareplattformen, die eine Nutzung länderübergreifender Synergie-Effekte unmöglich machten, hatte die VVV sich für diese flexible Versicherungssoftware entschieden. Für neue Länder steht nunmehr mit ALICE eine „Paketlösung“ bereit, die sofort einsetzbar ist.
Eine kleine, übersichtliche und qualitativ hoch stehende Fachausstellung ermöglichte den Kongressteilnehmern, sich einen Überblick über innovative Lösungsanbieter der Versicherungsindustrie, wie z. B. ALICE, zu verschaffen. CSC, eines der weltweit größten IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, hat ALICE als zentrale strategische Produktkomponente seiner „Insurance Factory“ ausgewählt. Das Produktmanagementsystem „VP/MS“ und das Portfolio Management System ALICE bilden die Säulen dieser „Insurance Factory“.
Dr. Peter Maas, Mitglied der Geschäftsleitung des Versicherungsinstituts St. Gallen und Moderator des Kongresses, brachte es auf den Punkt: Die „aktive Gestaltung der Wertschöpfungsstrategie“ werde ein „künftiger Wettbewerbs-vorteil sein“. Dazu sei die „Industrialisierung der Wertschöpfungsprozesse eine Voraussetzung“.
Die Industrialisierung in der Versicherungswirtschaft führt zur Konzentration auf die Kernkompetenzen – über klar definierte und einheitlich implementierte Prozesse entlang der Wertschöpfungskette, über die Bündelung gleichartiger Aktivitäten innerhalb von spezifischen Organisationseinheiten und über konfigurierbare, offene IT-Systeme auf der Grundlage von Standardverwal-tungssoftware.
Dominic Testrut, Director Business Development der ALICE Software Service GmbH, zog folgendes Fazit: „Der Kongress hat erneut gezeigt, dass ALICE sich hervorragend für die Umsetzung der Industrialisierungsstrategie von Versicherungen eignet. Diese Fähigkeit und unsere praxiserprobten Installationen in 14 europäischen Ländern unterstreichen unser Alleinstellungsmerkmal.“

